Von Pafuri nach Shingwedzi (Karte 5 der Kruger-Map)

Die Elefantendoku hat weit in den späten Abend gereicht, trotzdem bin ich schon um 06.30 Uhr wach, nur um festzustellen, dass ich fast der Letzte bin, der das Camp verlässt. Wow, man ist hier schon sehr sportlich unterwegs. Ich komme etwas in Stress und düse los Richtung Norden. Vorher kaufe ich mir noch das Kruger-NP-Buch mit allen Tieren und Karten. Kaum verlasse ich das Camp springt eine Gruppe Hornraben unter den Bäumen herum. Als hätte ich die besonderen Tiere mit dem Kauf der Karte erst freigeschaltet. 


Pafuri ist das nördlichste Tor und auch der Namensgeber für das dortige Camp. Es geht gut 40 Kilometer durch Buschland, bis es schließlich hügelig wird. Überall ragen Affenbrotbäume heraus, den Ausflug vor zwei Tagen hätte ich gar nicht machen müssen. Sie sind so wunderschön. Hier oben gibt es einen Fluss, der noch etwas Wasser führt und wieder jede Menge Elefanten.


Hier nun am Straßenrand und manchmal auch auf der Straße. Was tun? Vorbeifahren oder zurück? Ich schaue den Elefanten an, er schaut mich an. Motor bleibt an, Gang eingelegt. Ich schaue, er schaut. Showdown! Langsam rolle ich etwa drei Meter entfernt vorbei, bereit Vollgas zu geben. Wir sind uns einig, dass alles gut ist. Aber aufgeregt bin ich schon sehr. Die Elefanten hier oben benutzen eine rot-braun-Tönung von Ele'al. Der Fluss ist rot-braun und somit auch die Elefanten. Weiter südlich sind die alle grau. Hier wohnen die Hipster.  Es ist unglaublich heiß. Über 40°C und drückend. Auf dem Weg zurück in Richtung Süden bilden sich in der Ferne Gewitterwolken und ich hoffe inständig, dass es heute Abend abkühlt. Das Grün verschwindet und in einer weiten Steppenlandschaft sieht man lauter 'Haufen'. Alles Elefanten. An den Wasserlöchern unterwegs Elefanten. Es wimmelt vor Elefanten. An einem weiteren Wasserloch/Wasserbassin kommt es erneut zum Showdown.

5 riesige Tiere trinken und duschen und bieten ein großartiges Motiv. Ich fahre wieder vorsichtig ran, die Ohren wedeln, der Blick ist auf mich gerichtet. Ok, ich fahre weiter, drehe aber wieder um und fokussiere einen der Elefanten mit dem Tele. Blöd nur, dass man dann nicht mehr sieht, was die anderen Tiere veranstalten. Also nur noch über Display und gleichzeitig die anderen Tiere und den Rückspiegel im Auge behalten! Es geht alles gut und wieder ist es hoch aufregend. Am nächsten Wasserloch ein großes Hallo: Büffel, Zebras, Gnus, Impalas, Wasserböcke, Elefanten und: der Sekretär! Einen besseren Namen für diesen Vogel kann man sich nicht ausdenken. 

Noch etwas weiter sehe ich Impalas bei der Körperpflege. Vögel picken ihnen Maden und sonstiges lästiges Zeug aus dem Fell und den Ohren. Hier gleich zwei.


Völlig fertig von der Hitze komme ich im Shingwedzi-Camp an und bleibe dort, während heftigste Stürme aufziehen, es blitzt und donnert. Die Temperatur stürzt förmlich ab. Kühle 20 Grad. Es beginnt zu regnen. Was für eine Erleichterung.

 

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