Leaving Lesotho

 


Es fällt mir schwer zu fahren. 4 intensive Tage liegen hinter mir und es fühlt sich plötzlich so leer an nach all den Eindrücken und Erlebnissen, aber es liegen ja weitere schöne Dinge vor mir, da werde ich das schon überwinden. Ich mache mich früh auf den Weg nach Johannesburg, wobei das „früh“ sich insofern gleich wieder relativiert, als dass ich noch den Wagen wenigstens ein wenig sauber machen lassen möchte. Autowäschen gibt es alle paar Meter und kurz vor Maseru, der Hauptstadt, wähle ich eine am Straßenrand aus. Drei junge Leute machen sich an meinen Wagen, nein, sie wirbeln um meinen Wagen herum mit einer außerordentlichen Geschwindigkeit. Das heißt nicht, dass sie schnell fertig werden. Ich lerne, dass man an so einem Wagen unglaublich viel reinigen kann. Und genau das tun sie, nicht ohne dabei zu singen und zu pfeifen, begleitet von einem Dauerlächeln. Der Wagen sieht danach aus wie neu. Meine Antwort auf die Frage, woher ich käme, führt zu einem spontanen Jubel inclusive einer herzlichen Umarmung. Mannomann, es wird einem wirklich schwer gemacht hier abzureisen.

Der weitere Weg nach Johannesburg führt durch ‚freestate‘, einem Bundesstaat Südafrikas. Es ist plattes Land ohne besondere Ansichten. Etwas spannender wird es dann kurz vor Johannesburg. Links und rechts erstrecken sich unendlich erscheinende Townships, Wellblechhütten bis zum Horizont. Soweto.


Kommentare

Beliebte Posts aus diesem Blog

Delinquenten

Tartarugas

Einkaufsbummel