Satara (Karte 2 der Kruger-Map)
Südlich von Olifants geht der Buschwald in weite
Grassteppen über. Es sieht in etwa so aus, wie man sich die afrikanische
Landschaft mit seinen Tieren vorstellt, es in den Dokus häufig sieht. Büffel-,
Impala-, Zebra- und Gnuherden durchstreifen die Landschaft ebenso wie Elefanten.
Hornraben laufen mir wieder über den Weg und Vögel bearbeiten die Büffel und
befreien sie von Ungeziefer. Die Löwen haben sich heute verzogen.
Gegen Mittag erreiche ich Satara, das letzte Camp meiner Tour durch den Kruger Nationalpark. Die Hütten sind in allen Camps fast gleich, was echt verwirrend ist, da man schwören könnte, dass die Tür zum Bad rechts und nicht links war. Aber das bezog sich auch auf das vorangegangene Camp. Auch der Weg vom Restaurant im Dunkeln ist jedes Mal eine Herausforderung. Die Taschenlampe ist unerlässlich und ist immer im Rucksack dabei. Die heutige Hütte ist die bisher größte von allen, ein Glück, denn ich bin hier jetzt drei Nächte. Als ich mir am Nachmittag einen Kaffee machen will, sehe ich im Waschbecken ein Blatt. Ich bin kurz davor es zu greifen, da bewegt es sich und - oh je - es ist ein Skorpion. Mein Sicherheitsgefühl im Camp erleidet einen schweren Schaden! Das ist gar nicht lustig. Ich räume alles, wo ein Skorpion hineinklettern könnte in den Wagen. Toll, nun gibt es die schönste Hütte und Herr S. zieht ernsthaft in Erwägung im Auto zu schlafen!
Augen zu und durch - manchmal muss man Dinge verdrängen. Kurz vor Sonnenuntergang fahre ich noch einmal los, um mein Glück zu versuchen neue Tiere zu entdecken. Einzelne Elefantenbullen stehen herum und schließlich sehe ich ein Auto am Straßenrand, in der Regel ein untrügliches Zeichen, dass es etwas zu sehen gibt. Ein Leopard! Zwar ist er gerade auf dem Weg in die Steppe, aber ich habe endlich einen am Tag gesehen und ein einigermaßen ansehnliches Foto machen können! Die Big Five sind jetzt wirklich komplett!

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