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Es werden Posts vom Januar, 2024 angezeigt.

Ende zweiter Teil

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Heute endet der zweite Teil meiner Reise. Ich sitze am Flughafen und lasse die letzten drei Monate Revue passieren bei einem Mittagessen, das hier sogar am Flughafen bezahlbar ist. Warum habe ich eigentlich gar nicht mehr geschrieben? Zum Ende hin ist mir einfach die Luft ausgegangen. Die Choreografie meiner Reise hatte zum Schluss ein paar Längen. Die Garden Route mag phänomenal sein, wenn man gerade hier unten frisch ankommt, nach all den Eindrücken der letzten Monate bin ich jedoch nur noch schwer zu begeistern. Die Landschaft ähnelt mehr oder minder dem Tafelberg-Nationalpark, niedrige Büsche, die eine oder andere Gebirgskette, ein Strand jagt den nächsten. Alles vielfach gesehen. Was dazu kommt: das „Andere“ ist weg. Hier wohnen die Weißen und vieles erinnert an Europa. Die Weißen wohnen sehr hübsch, fahren große Autos, gehen schick essen und kaufen ein, während die Schwarzen die Arbeit verrichten, in Elendsvierteln ihr Dasein fristen, bedienen und laufen müssen.   Diese Diskr...

Gemächlich

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  Das Neue Jahr dümpelt so vor sich hin. In der Umgebung von Long Beach schaue ich mir dieses und jenes an. In Muizenberg gibt es einen riesigen Strand, der sehr gut besucht ist. Am anderen Ende befinden sich einige Townships, von denen die Leute hierherkommen. Am Strand gibt es die berühmten Strandhütten, in denen man sich umziehen kann und die mit ihren verschiedenen Farben ein klasse Fotomotiv sind. Ähnlich wie in Buenos Aires ist jede Hütte knallbunt in anderen Farben gestrichen.  Am nächsten Tag fahre ich dann in Richtung Garden Route, also in östliche Richtung. Auf den Bergen liegen Wolken, es geht einmal um die False Bay herum und an der Autobahn entlang erstrecken sich kilometerweit die Townships. Blechhütten so weit das Auge reicht. Wieder eine Gegend, in der es nicht angeraten ist anzuhalten. Auffällig ist, dass in dieser Gegend sehr viele Weiße, ebenso sehr viele Farbige und vergleichsweise wenige Schwarze leben. In der Apartheid durften Schwarze das Western Cape mi...

Hoffnung

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Ein neues Jahr hat begonnen und da begebe ich mich auf die Suche nach der Hoffnung. Wer früh sucht, der findet. In Südafrika gibt es ein ganzes Kap voll davon – „Cape of Good Hope“ heißt es und ist eigentlich nur ein Felsen an einem Traumstrand, der am tosenden Meer liegt. Und doch: diese Beschreibung unterschlägt die Magie, die mit diesem sagenumwobenen Ort verbunden ist, und vor allem die unglaubliche Energie, die hier spür- und fühlbar ist. Das müssen sich sehr viele Leute so gedacht haben, denn der Weg dorthin ist voller Staus. Auf halber Strecke kann man noch Pinguine an einem Strand bewundern, wobei sich dort die Frage stellt wer hier wen bewundert. Massen an Touristen beglotzen eine kleine Zahl von Pinguinen. In Südafrika ist absolute Hochsaison und der 1. Januar der Tag, an dem wirklich alle frei haben. Alles ist voll und am Parkeingang heißt es erst einmal eine Weile warten. Man lässt nur jemanden rein, wenn ein Auto rausfährt. Der Eintritt beträgt hier knapp 20 Euro, was ich ...

Western Cape

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Die Flugzeiten für meine Rückkehr nach Südafrika sind unerfreulich. Abflug ist gegen 3 Uhr morgens, so dass Schlaf vorher nicht möglich ist. Auch im Flieger bleibe ich wach und komme recht lädiert in Kapstadt an. Die Temperaturen sind wunderbar sommerlich und vor allem ist es nicht schwül. In meinem Mietwagen fahre ich etwa 40 Km südlich von Kapstadt in mein Guesthouse am Hand mit Blick auf eine große Bucht und zwei kleineren Bergketten. Die Hausangestellten empfangen mich sehr herzlich, überhaupt geht einem in Südafrika immer wieder das Herz auf ob der so angenehmen Menschen. Gladys ist Managerin, Köchin, Zimmerfrau, alles in einem. Sie kommt aus Simbabwe und arbeitet hier seit 5 Jahren. Zurückkehren kann sie nicht, weil es zu teuer ist, aber vor allem, weil sie keine freien Tage hat. Gar keine, nicht Wochenende, nicht Urlaub, überhaupt nichts. Dasselbe gilt für die Brüder aus Malawi. Das Hotel wird von den Dreien gemanaged. Südafrika wird in Gang gehalten von Arbeitsmigranten aus d...