Medellin


Die nächste Busfahrt, etwas weniger stressig. Nur 7 Stunden und ich fühle mich wie auf einer Klassenfahrt. Zwei Arten von Reisenden befinden sich an Bord. Die frisch gebackenen Abiturientenden/**INNen auf der Suche nach sich selbst, vor allem aber auf den Spuren der Ungerechtigkeiten, die man dann, sobald man aus der Ungleichheit der Welt zurück in der heimatlichen Sicherheit ist, bekämpfen kann. Die zweite Gruppe sind diejenigen mit abgeschlossenem Studium, deren Ziel die Herstellung einer Work-Life-Balance ist. Klugerweise startet man mit der Erhöhung des ‚Life-Anteils‘ bevor man sich mit dem lästigen ‚Work-Anteil‘ auseinandersetzen muss. Es geht nach Medellin, der Stadt, von der meine Generation eigentlich nur im Zusammenhang mit Bombenanschlägen, Entführungen und Drogenhandel gehört hat. Entsprechend aufgeregt bin ich. Was ich am Abend sehe, ist eine wunderschöne Stadt mit traumhaften Vierteln, deren Straßen von Palmen gesäumt sind, wo ein Restaurant neben dem anderen steht und lediglich von einer Bar unterbrochen wird. Das Klima ist mediteran/subtropisch. Shirt und kurze Hose reichen aus. Die Straßen sind voll von Leuten, überall läuft Musik, Menschen tanzen. Ich weiß gar nicht wie mir geschieht und bin fast von jetzt auf gleich in diese Stadt verliebt. Die Leute erscheinen sehr entspannt. In El Poblado gehen wir essen und spazieren noch ein wenig durch die Massen von Feiernden. Urlaubsmodus





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