Tagesausflug nach Guatape

 


Etwa 80 Kilometer östlich von Medellin liegt das Dorf Guatape, ein ursprünglich rein indigenes Dorf, das in einer wunderschönen Wasserlandschaft gelegen ist. Über viele Quadratkilometer ist die Landschaft von Gewässern durchzogen, was man wunderbar vom ‚Piedra del Pinol‘ überblicken kann. Der Piedra del Pinol ist ein Felsen, der als Monolith in der Landschaft steht und ein wenig an den Zuckerhut in Rio de Janeiro erinnert. Die kolumbianische Regierung ließ den Felsen touristisch erschließen, indem man Treppen an- bzw. hineingebaut hat, über die man mit einiger Anstrengung hinaufsteigen kann. Am eigentlichen Felsen sind es etwas mehr als 750 Stufen. Zum Felsen selbst ist eine ähnliche Menge an Stufen zu erklimmen. Leider habe ich nur exakt eine Stunde Zeit dafür, da ich keinen späteren Bus mehr bekommen habe – alles ausgebucht. Also lege ich ein entsprechendes Tempo an den Tag. Die tropischen 30 Grad sind nicht hilfreich. Mein Puls war auf meiner gesamten Reise noch nicht so hoch. Es ist doch sehr beschwerlich, aber es lohnt auf jeden Fall. Von dort oben überblickt man die gesamte wunderschöne Landschaft. Genießen muss ich das dann auf den Fotos, denn die Zeit zwingt mich eigentlich sofort wieder abzusteigen.

Vor dem Aufstieg auf den Felsen hatte ich das Dorf besucht. Sehr lebendig und bunt, wie viele Dörfer in Kolumbien. Während in Salento jedoch überwiegend die ‚jugendlichen‘ Sinnsucher der Welt unterwegs sind, trifft man hier die klassischen älteren Touristen, viele davon Kolumbianer. Ein ziemlicher Rummel. Haupteinkunftsquellen sind der Staudamm und der Tourismus.


Die Busfahrt zurück führt bei mir zu der Entscheidung auf das Busfahren in Kolumbien in Zukunft zu verzichten. Es ist eine absolute Tortur. Die Straße windet sich unablässig durch die Berge hoch und runter. Von nun an werde ich ich nach Möglichkeitm fliegen.

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