Tiere
Flora und Fauna in Costa Rica müssen nach den Berichten unglaublich sein. Für mich präsentiert sich die Fauna im Extrem. Mücken! Sie stechen ohne Erbarmen, überall, in Massen und zu jeder Tageszeit. Ist auch nur ein Millimeter meiner Haut ohne Mückenschutz, er wird garantiert umgehend gefunden. Während ich also meine Zeit überwiegend mit eincremen/einsprühen beschäftigt bin, bleibt Anja komplett verschont. Verstehe das wer will. Möge meine Dengue-Impfung wirksam sein.
Unser eigentliches Ziel hier ist der Nationalpark Manuel Antonio. Der ist allerdings reglementiert, d.h. es dürfen nur recht wenige Touristen hinein und es gibt keine Tickets mehr. Sehr ärgerlich, aber es gibt Alternativen. Eine kleine Bootstour durch die Mangrovenwälder ist ein guter, entspannter Anfang. Preislich ist es heftig, 75 Euro für 3 Stunden, aber es lohnt durchaus. Wir sehen ein Faultier, das sich im Baum räkelt. Das Leben dieses Tiers besteht aus Hängen im Baum, es bewegt sich quasi nicht und bleibt fast das gesamte Leben dort oben. Dabei wird es selbst zum Biotop, für einige Spezies auf Lebenszeit. Als Kuscheltier völlig ungeeignet. Wir sehen Fledermäuse, Schildkröten, Echsen und Horden von Kapuzineraffen. Sie kommen sogar auf das Boot und an dieser Stelle erfüllt mich Dankbarkeit für meine Tollwutimpfung. In einer Palme liegt eine Boa Constrictor, am Ufer steht ein Waschbär, farbenfrohe Vögel tauchen von Zeit zu Zeit auf.
Ob dieser vielen Eindrücke relativiert sich da der Eintrittspreis ein wenig. Am späten Nachmittag machen wir uns noch einmal selbstständig auf den Weg die Umgebung zu erkunden und erfreuen uns einfach an der sattgrünen Landschaft und einem abgelegenen, einsamen Strand. Am Abend wird dann erst einmal geplant und vorgebucht, so dass wir zumindest in die anderen Nationalpark hineingehen können.


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