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Es werden Posts vom April, 2024 angezeigt.

Karibik

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  Nach dem Nationalpark Tayrona fahre ich weiter an den Strand von Palomino, einem sicherlich ehemals verschlafenen Ort, den die Rucksackreisenden inzwischen aber voll in Beschlag genommen haben. Unzählige Restaurants und Hostels reihen sich am Hauptweg in Richtung Strand auf. Eines der anfangs in der engeren Auswahl gestandenen Hotels habe ich gottseidank nicht gewählt. Es ist umgeben von Bars mit jeder Menge Großlautsprechern. An Ruhe ist hier nicht zu denken. Die Wahl fiel auf das genaue Gegenteil – ein Hotel 12 Kilometer außerhalb direkt am Strand. Hier gibt es keine Lautsprecher, sonst aber auch nichts. Weder irgendein Supermarkt noch ein Restaurant noch öffentlicher Transport. Es gibt Moto-Taxis, richtige Taxis und tatsächlich Tuktuks. Im Verhältnis sind sie alle ziemlich teuer, so dass ich bei drei Nächten hier nur einen einzigen Ausflug mache, zu den Hippies nach Palomino. 2 Tage wird gelesen und sonst nichts weiter.  Von Palomino fahre ich per Bus nach Minca, eine...

Wieder in der Natur, Tayrona Nationalpark

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  Etwa 35 Km weiter die Küste Richtung Venezuela hinauf liegt der Nationalpark Tayrona. Er zählt laut Interneteinträgen zu den beliebtesten und schönsten Südamerikas. Was ihn so schön macht ist die Kombination aus Regenwald und malerischer Karibikküste. Läuft man zunächst die schattigen Waldwege entlang, erreicht man sehr bald die Küste und läuft dann von Strand zu Strand. Zum schönsten Strand Playa de Cabo sind es knapp 7 Kilometer in eine Richtung. Dieselbe Strecke ist dann später erneut zu bewältigen. Es lohnt sich auf jeden Fall, nicht zuletzt, weil die Zahl der Touristen mit zunehmender Kilometerzahl sinkt. Unterwegs gibt es gleich hinter einem Graffito mit der Aufschrift "enjoy the silence" einen Mordsradau: Brüllaffen beim Frühstücksgebrüll.  Eidechsen kreuzen den Weg. Immer wieder gibt es Stände mit Verpflegung. Wasser ist nötig. 33 tropische Grade trocknen mich aus, ich schwitze wie nie zuvor, alles ist nass. Die Belohnung ist schließlich der Traumstrand Playa de Cab...

Ärgernisse

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So schön dieses Land ist, manchmal nervt es auch kolossal. Da ist zum einen der permanente Lärm, der teilweise alles sprengt, was man sich vorstellen kann. Sei es in einem Club, wie schon berichtet, sei es einfach nur in einem Restaurant. Entweder die Restaurantbetreiber drehen selbst ihre Verstärker bis zur Schmerzgrenze auf oder draußen kommt ein "Künstler" des Weges und schreit ins Mikrofon des ebenfalls voll aufgedrehten mobilen Verstärkers. Der Spontan-Rapper wechselt sich mit dem verhinderten Opernsänger ab. Sind diese fertig, kommen Posaunen und Trompeten zum Einsatz. Selbstverständlich ebenfalls elektronisch verstärkt. Jericho könnte man mehrfach damit dem Erdboden gleichmachen.  Vor dem Restaurantbesuch gilt es aber den Händler-Bettler-Hindernisslauf zu absolvieren. Ohne Unterlass bekommt man Zettel, Hände, Speisekarten, Souvenirschrott oder sonstwas ins Gesicht gehalten, so dass man kaum den Boden sehen kann, der mitunter lebensgefährlich ist, weil Gullis fehlen, üb...

Unterwegs nach und in Baranquilla

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  Nach fast einer Woche habe ich nun Cartagena verlassen. Es ist schon sehr touristisch hier. Jeden Tag jagen Touristen von Kreuzfahrtschiffen durch die Altstadt und den Ortsteil Getsemani Zumeist Amerikaner. Dann ist es kurz mal ziemlich voll, eine silberne Welle älterer Herrschaften durchflutet die Stadt und hinterlässt "plata" (=Silber=Geld) bis dann zum Abend nur noch die Rucksackreisenden übrig sind. Das Klima ist recht anstrengend, am Tag und in der Nacht herrschen schwüle Temperaturen über 30 Grad. Nun also auf nach Barranquilla. Mit dem Bus für 6 Euro fährt man zweieinhalb Stunden. Meist ist die Taxifahrt zum Hotel teurer als der Bus selbst. Das Bussystem in Kolumbien ist perfekt ausgebaut. Jede Menge Busse fahren in kurzen Abständen zwischen den Ortschaften. Die Busse selbst sind modern und in gutem Zustand, meist sogar mit demselben Entertainment, wie in Flugzeugen üblich. Voll ist es nie, so dass große Planungen unnötig sind.  In Barranquilla bin ich dann ziemlic...

Preise

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  Kolumbien ist enorm preiswert. Anständige Hotels in recht guter Lage sind für 50 Euro zu haben, ein Uber kostet zwischen 2 und 5 Euro, Frühstücken kann man für 3-8 Euro, Abendessen kostet um die 10 Euro. Einen spontanen Flug zwischen den Großstädten bekommt man für 50 Euro. Als Europäer und Amerikaner ist das Leben hier sehr günstig. Sobald man jedoch europäische oder amerikanische Produkte im Supermarkt haben will, zahlt man das zwei bis dreifache für z.B. Konfitüre oder Schokolade. Markenkleidung oder -schuhe liegen ebenso im mindestens doppelten Preisbereich. Dementsprechend sieht man wenige Menschen mit den neuesten angesagten Sneakers oder Jeans, allerdings werden viele Kopien angeboten, die erschwinglich sind. Da der Wechselkurs bei etwas 1:4000 liegt erscheint einem dennoch alles extrem teuer. 10.000 Columbianische Pesos für eine Taxifahrt wirken wie eine Unverschämtheit, dabei sind das weniger als 2.50 Euro. In Berlin kann man damit 3 U-Bahnstationen Kurzstrecke fahre...

Risiken und Nebenwirkungen

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  War ich erst einmal in einem Land und komme zurück, dann ist es immer so, dass ich das Gefühl habe ich käme nach Hause. Das war in Südafrika so, in Argentinien und natürlich in Thailand. Die große Aufregung was einen erwartet gibt es dann nicht mehr, weil man die wichtigsten Dinge bereits weiß: Geld, Simcard, Taxi, Hotels. Ich fühle mich sehr wohl und sicher in Kolumbien. Es ist warm, es ist preiswert und ich habe nicht das Gefühl mich überhaupt fortbewegen zu müssen bzw. zu wollen. Was die Gefahren betrifft, so ist es nachts sicher gefährlich, aber da bleibe ich zuhause. Überhaupt Gefahren, es ist schon paradox: Die Deutschen (auch die Europäer im Allgemeinen) sorgen zuhause dafür, dass das Leben Vollkasko abgesichert ist. Jeder Unfall, jede Gefahr, jede Krankheit, einfach alles wird erfasst und quasi ausgemerzt. Die Kinder tragen Leuchtwesten, vor Schulen stapeln sich die Elterntaxis, die Bauvorschriften erlauben keinen Millimeter Abweichung von irgendwelchen Normen, die ...