Karibik
Nach dem Nationalpark Tayrona fahre ich weiter an den Strand von Palomino, einem sicherlich ehemals verschlafenen Ort, den die Rucksackreisenden inzwischen aber voll in Beschlag genommen haben. Unzählige Restaurants und Hostels reihen sich am Hauptweg in Richtung Strand auf. Eines der anfangs in der engeren Auswahl gestandenen Hotels habe ich gottseidank nicht gewählt. Es ist umgeben von Bars mit jeder Menge Großlautsprechern. An Ruhe ist hier nicht zu denken. Die Wahl fiel auf das genaue Gegenteil – ein Hotel 12 Kilometer außerhalb direkt am Strand. Hier gibt es keine Lautsprecher, sonst aber auch nichts. Weder irgendein Supermarkt noch ein Restaurant noch öffentlicher Transport. Es gibt Moto-Taxis, richtige Taxis und tatsächlich Tuktuks. Im Verhältnis sind sie alle ziemlich teuer, so dass ich bei drei Nächten hier nur einen einzigen Ausflug mache, zu den Hippies nach Palomino. 2 Tage wird gelesen und sonst nichts weiter.
Von Palomino fahre ich per Bus nach Minca, einem kleinen Dorf etwa 15 Kilometer von Santa Marta entfernt in den Bergen. Auch hier sind die Abiturjahrgänge Europas dabei sich zu entdecken. Die Szenerie ist wunderschön, das Wetter nicht. Inzwischen befindet sich Kolumbien in der Regenzeit. Am Ankunftstag gießt es in Strömen, am zweiten Tag gibt es immerhin eine kleine Pause, die ich für einen Ausflug zum 4 Kilometer entfernten Wasserfall nutze. Auch hier eine fantastische Szenerie. Eine kurze Dusche im eiskalten Wasserfall bevor wieder die große von oben losgeht.
Und nun bin ich zurück in Cartagena, in der Zivilisation. Die letzten Tage in Kolumbien verbringe ich städtisch. Zwar mag ich Land von Zeit zu Zeit gern, aber es fehlt mir dort doch immer etwas. Man kann einfach weniger machen und ist auf sich selbst zurückgeworfen. Da bin ich inzwischen einfach Städter.



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