Wieder in der Natur, Tayrona Nationalpark

 

Etwa 35 Km weiter die Küste Richtung Venezuela hinauf liegt der Nationalpark Tayrona. Er zählt laut Interneteinträgen zu den beliebtesten und schönsten Südamerikas. Was ihn so schön macht ist die Kombination aus Regenwald und malerischer Karibikküste. Läuft man zunächst die schattigen Waldwege entlang, erreicht man sehr bald die Küste und läuft dann von Strand zu Strand. Zum schönsten Strand Playa de Cabo sind es knapp 7 Kilometer in eine Richtung. Dieselbe Strecke ist dann später erneut zu bewältigen. Es lohnt sich auf jeden Fall, nicht zuletzt, weil die Zahl der Touristen mit zunehmender Kilometerzahl sinkt. Unterwegs gibt es gleich hinter einem Graffito mit der Aufschrift "enjoy the silence" einen Mordsradau: Brüllaffen beim Frühstücksgebrüll. 


Eidechsen kreuzen den Weg. Immer wieder gibt es Stände mit Verpflegung. Wasser ist nötig. 33 tropische Grade trocknen mich aus, ich schwitze wie nie zuvor, alles ist nass. Die Belohnung ist schließlich der Traumstrand Playa de Cabo. Hier ist es dann leider recht voll. Viele Mogler, denn sie sind von Santa Marta mit dem Boot gekommen oder sind hierher geritten. Nach einem erfrischenden Bad geht es zurück und ich merke, dass ich mir für die Zukunft etwas einfallen lassen muss: meine Hüfte schmerzt höllisch. Bald ist anderes Reisen notwendig. Die Matratzen der Unterkünfte verstärken das Problem noch.


Eine meiner schönsten Wanderungen bisher geht nach gut 14 Kilometern humpelnd zuende. Jetzt nur noch den nächsten Bus an der Straße anhalten und zurück zur Unterkunft.


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