Abfahrt


Unsere zwei Wochen in Costa Rica neigen sich dem Ende. Das Land bietet unglaublich viel Flora und Fauna und die Menschen sind nett und entspannt, im Gegensatz zu anderen Ländern, wird hier recht viel Englisch gesprochen, was die Kommunikation enorm erleichtert. Wir fahren einen Tag vor Abflug zurück nach San Jose, wo die Uhren allerdings etwas anders ticken. Im Straßenverkehr gilt das Recht des Stärkeren, es wird nicht ein Millimeter Platz gemacht. Will man die Spur wechseln, so kann man fast mit Sicherheit davon ausgehen, dass jeglicher Platz sofort dicht gemacht wird, keine Chance. Entsprechend stressig ist die Fahrt einmal quer durch die Stadt. Hier sind zwei Schutzengel nötig den Wagen unfallfrei zurück zur Mietstation zu bringen. Mein üblicher und Anja. Zwei Auffahrunfälle können wir so verhindern.




Unsere Unterkunft liegt verkehrsgünstig in unmittelbarer Nähe zum Flughafen. Das Problem: die Betten befinden sich eigentlich direkt AUF einer viel befahrenen Schnellstraße in der Einflugschneise. Es ist dermaßen laut, dass nur Ohropax plus Noise-Cancellation-Kopfhörer gleichzeitig etwas Linderung bringen. Irre, wir können wenigstens nach einer Nacht hier weg, die Leute leben das ganze Jahr so!

Ein wenig Zeit bleibt uns für die Innenstadt, die eher langweilig ist, mit Ausnahme der alten Markthalle. Sie ist schön bunt und man kann dort nett bummeln. Als es gegen 18.00 Uhr dunkel wird, wechselt das Publikum auf den Straßen allerdings gefühlt schlagartig. Die bösen Buben erwachen und so richtig wohl fühlt man sich nicht mehr. Das Warten auf ein Uber-Taxi wird zum Nervenkitzel , aber alles geht gut.

Costa Rica lohnt auf alle Fälle für diejenigen, die Natur suchen und die üppige Tierwelt bewundern wollen. Monteverde und Tortuguero sind großartig. Für einen Strandurlaub am karibischen Meer bevorzuge ich andere Länder.

Heute fliegen wir also zurück, Anja nach Berlin und ich nach Cartagena.




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