Patrouille
Ein neuer Reisetag steht an – am späten Abend geht der Zug nach Chongqing. Also möglichst lange das Zimmer ausnutzen– bis zwölf, bevor die temporäre Obdachlosigkeit wieder zuschlägt. Muss nur noch meine Wäsche, die ich vor zwei Tagen in die Reinigung gegeben habe, abholen. Man erklärt mir, dass ich mir meine Wäsche selbst von der Leine zusammensuchen muss. Das klägliche Ergebnis: zweieinhalb Socken und eine Unterhose…..
Etwas entnervt – ist es doch nicht das erste Mal, dass mir in dieser Stadt etwas abhanden kommt – suche ich die Wäschefrau. No Problem, sie hat einige Klamotten bereits vor dem Regen heute morgen in Sicherheit gebracht und präsentiert mir einen Haufen Klamotten, die tatsächlich mir gehören. Und noch viel mehr: zwei paar sehr löchrige Socken sind dabei, drei T-Shirts, die ich nicht kenne und: ein wunderschöner Slip der erotischen Sorte mit Spitze sowie ein BH – Größe weiß ich nicht definitiv jedenfalls nicht meine – ist nicht so mein Metier.
Nun hatte ich ja tatsächlich vor in diesem Jahr einiges an mir/mit mir zu ändern und eine geschätzte Freundin meinte, ich solle doch bloß nicht auf ausgetretenen Pfaden wandeln. Meinte sie das?!? Zu der geplagten Spezies der Damenunterwäscheträger allerdings zählte ich mich bisher nicht wirklich, dieser Kelch des Schicksals ist an mir Gott sei Dank vorübergegangen. Ist das jetzt ein Wink?! Sollten sich vollständig unerwartete Änderungen auftun?
Mein kurzes Zögern bleibt, wie gesagt, kurz: Nein, Änderungen gut und schön, aber das dann nun doch nicht – ich gebe die überzähligen Klamotten zurück, vermisse zwar weiterhin zwei meiner eigenen T-Shirts, aber was soll’s – der Markt ist nah, die Preise niedrig. Und sollte es mich irgendwann doch nach Damenunterwäsche gelüsten – auch diese Preise sind nicht allzu hoch!!
Bevor mein Zug am späten Abend fährt, nutze ich die Zeit die alte Stadtmauer genauer unter die Lupe zu nehmen. Sie ist ca. 15 km lang, 10 m hoch und so breit, dass man darauf eine zweispurige Straße einrichten könnte. Überall kleine und große Wachtürmchen, Standarten und man kommt sich hier so vor wie in den Strategie-Computerspielen wie z.B. Age of Empire – nur eben live. Hier sind also all die Ideen her. Leider ist hier, wie eigentlich immer, kein klarer Tag, so dass man diese Wachtürme immer ein wenig im Dunst sieht, wobei auch das seinen Charme hat. Ich bin also wachhabender Offizier im morgendlichen Dunst, der die feindlichen Bewegungen vor der Stadt überwacht! Jawoll! Ganz authentisch dann wieder nicht, denn ich fahre Fahrrad und das gehörte damals noch nicht zu den Erfindungen der Chinesen, jedenfalls glaube ich das. Xi’an war der Ausgangspunkt der Seidenstraße und das erklärt die Größe der Stadtmauer, gab es doch einiges zu verteidigen. Der Niedergang der ca. 1000 Jahre als Reichshauptstadt fungierenden Stadt begann vor etwas mehr als tausend Jahren. Bis ins 16. Jahrhundert verringerte sich die Stadtfläche auf ein Sechstel und die Mauer von ca. 35 km auf die heutigen 15. Beeindruckend gut erhalten ist sie und vermittelt einem wieder einen Eindruck davon wie groß diese Kultur einst war.
Das Hostel hier hat mir sehr gut gefallen, vor allem die Kommunikationsmöglichkeit über W-LAN ins Internet zu gehen. Das werde ich vermissen.
Nun also auf zum Bahnhof – erfahren wie ich inzwischen bin – dieses Mal nicht nur früh, sondern auch bis an die Zähne mit Nudelsuppe bewaffnet – man will sich ja den einheimischen Gepflogenheiten anpassen!!
Etwas entnervt – ist es doch nicht das erste Mal, dass mir in dieser Stadt etwas abhanden kommt – suche ich die Wäschefrau. No Problem, sie hat einige Klamotten bereits vor dem Regen heute morgen in Sicherheit gebracht und präsentiert mir einen Haufen Klamotten, die tatsächlich mir gehören. Und noch viel mehr: zwei paar sehr löchrige Socken sind dabei, drei T-Shirts, die ich nicht kenne und: ein wunderschöner Slip der erotischen Sorte mit Spitze sowie ein BH – Größe weiß ich nicht definitiv jedenfalls nicht meine – ist nicht so mein Metier.
Nun hatte ich ja tatsächlich vor in diesem Jahr einiges an mir/mit mir zu ändern und eine geschätzte Freundin meinte, ich solle doch bloß nicht auf ausgetretenen Pfaden wandeln. Meinte sie das?!? Zu der geplagten Spezies der Damenunterwäscheträger allerdings zählte ich mich bisher nicht wirklich, dieser Kelch des Schicksals ist an mir Gott sei Dank vorübergegangen. Ist das jetzt ein Wink?! Sollten sich vollständig unerwartete Änderungen auftun?
Mein kurzes Zögern bleibt, wie gesagt, kurz: Nein, Änderungen gut und schön, aber das dann nun doch nicht – ich gebe die überzähligen Klamotten zurück, vermisse zwar weiterhin zwei meiner eigenen T-Shirts, aber was soll’s – der Markt ist nah, die Preise niedrig. Und sollte es mich irgendwann doch nach Damenunterwäsche gelüsten – auch diese Preise sind nicht allzu hoch!!
Bevor mein Zug am späten Abend fährt, nutze ich die Zeit die alte Stadtmauer genauer unter die Lupe zu nehmen. Sie ist ca. 15 km lang, 10 m hoch und so breit, dass man darauf eine zweispurige Straße einrichten könnte. Überall kleine und große Wachtürmchen, Standarten und man kommt sich hier so vor wie in den Strategie-Computerspielen wie z.B. Age of Empire – nur eben live. Hier sind also all die Ideen her. Leider ist hier, wie eigentlich immer, kein klarer Tag, so dass man diese Wachtürme immer ein wenig im Dunst sieht, wobei auch das seinen Charme hat. Ich bin also wachhabender Offizier im morgendlichen Dunst, der die feindlichen Bewegungen vor der Stadt überwacht! Jawoll! Ganz authentisch dann wieder nicht, denn ich fahre Fahrrad und das gehörte damals noch nicht zu den Erfindungen der Chinesen, jedenfalls glaube ich das. Xi’an war der Ausgangspunkt der Seidenstraße und das erklärt die Größe der Stadtmauer, gab es doch einiges zu verteidigen. Der Niedergang der ca. 1000 Jahre als Reichshauptstadt fungierenden Stadt begann vor etwas mehr als tausend Jahren. Bis ins 16. Jahrhundert verringerte sich die Stadtfläche auf ein Sechstel und die Mauer von ca. 35 km auf die heutigen 15. Beeindruckend gut erhalten ist sie und vermittelt einem wieder einen Eindruck davon wie groß diese Kultur einst war.
Das Hostel hier hat mir sehr gut gefallen, vor allem die Kommunikationsmöglichkeit über W-LAN ins Internet zu gehen. Das werde ich vermissen.
Nun also auf zum Bahnhof – erfahren wie ich inzwischen bin – dieses Mal nicht nur früh, sondern auch bis an die Zähne mit Nudelsuppe bewaffnet – man will sich ja den einheimischen Gepflogenheiten anpassen!!
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steffi