Verkehr
Die Straßen hier sind eng, das ganze Land ist im Grunde durchgängig hügelig, so dass kaum Platz für die Infrastruktur ist. „Schnellstraßen“ sind gerade so breit, dass man irgendwie nicht mit dem Gegenverkehr kollidiert, der LKW von vorne beeindruckt ja schon ohne Platznot, hier wird er zu einer gigantischen Erscheinung. Ausweichen geht nicht, da die Straße meist sehr hoch liegt und ein Aufsetzer oder gar schlimmeres droht. Also draufhalten und hoffen. Plätze zum Anhalten gibt es fast nie, aber es gibt häufig Restaurants an schönen Plätzen, wo man parken kann. Ansonsten muss man auf der Straße halten, womit wieder die oben beschriebene Problematik höchst akut wird. Die Qualität der Straßen ist ok, Schlaglöcher sind selten, aber auch hier ist viel Luft nach oben. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 80, 60 oder 40, vor Schulen bei 25. Die Schulen muss man aber selbst erkennen, meist gibt nur die Aufhebung der Begrenzung Aufschluss darüber, dass irgendwo eine geworden sein muss. Die Strafen sind horrend. Ab 100 Euro für kleine Überschreitungen. Allerdings nimmt man sie irgendwann in Kauf, da sich hier wirklich niemand an die Geschwindigkeit hält und man ein echtes Hindernis darstellt, wenn man selbst alle Regeln einhält. Ein LKW auf der hinteren Stoßstange ist kein Vergnügen. Man sorgt sich hier mehr um das eigene Fortkommen, als das gemeinschaftliche. Endet die eigene Spur kann man fast zu 100 % davon ausgehen, dass man NICHT reingelassen wird. Zwar fährt man hier etwas zivilisierter als in Kolumbien, entspannt ist es aber bei Gott nicht.


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