Das Backpackerleben

In den Hostels, auf der Straße und allüberall ist die Amtssprache deutsch! Ich schätz mal, dass mindestens die Hälfte der Reisenden allein in den Backpackers aus good old Germany kommen. Es ist wirklich frappierend wie viele das sind. Was macht Neuseeland bei meinen Volksgenossen so beliebt? Diese Frage wird mir ueberall gestellt. So gut wie überall hört man deutsch, vereinzelt nur englisch.Die lieben Landesgenossen erkennt man ganz hervorragend. Nicht unbedingt an der Sprache, obwohl der eine oder andere doch sehr durch einen starken Akzent sowie durch die grausame Wort-für-Wort-Übersetzung aus dem Deutschen ins Englische mitsamt der deutschen Satzkonstruktion auffällt: „I find sat gut to bi hier so to say. „I go loose to buy milk.“ usw. (Ich gebe zu, dass man im Glashaus sitzend nicht mit Steinen werfen sollte)Nein, es sind die „Abi 2007 T-Shirts“, die so entlarvend sind. Ich glaube kein weiteres Volk dieser Welt stellt den Schulabschluss so zur Schau. Anscheinend jedenfalls ist der halbe deutsche Abiturientenjahrgang 2007 nach Neuseeland gereist um sich hier darüber klar zu werden was sie denn mit dem weiteren Leben so anfangen sollen. Ach, holde Jugend – alles ist so offen: „ich will irgend etwas soziales machen, aber werde wohl BWL studieren.“ Das ist doch mal eine eindeutiges Ziel!In jedem Backpackerhostel gibt es eine große Küche mit mehreren Herden und Kühlschränken. Abends geht dann immer die große Kocherei los. Der eine kocht sich Nudeln, ein Herd weiter werden Nudeln gekocht, im nächsten Topf finden sich: Nudeln und es kommt schon mal vor, dass sich jemand Nudeln kocht. Als Hostelbetreiber würde ich aus Energiespargründen einfach jeden Abend 25 kg Pasta kochen und die dann preiswert verkaufen.Ansonsten geht es sehr gesittet zu und es macht Spaß einfach im großen Gemeinschaftsraum zu sitzen, mit den anderen fernzusehen, in der Ecke ein Buch zu lesen oder sich zu unterhalten. Jeder darf alles, so lange es die anderen nicht stört. Nur Milch klauen nicht. Dafuer gibt es doch tatsaechlich an manchen Orten Ueberwachungskameras vor den Kuehlschraenken. Tja, in Neuseeland gibt es halt die wirklichen Probleme...

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